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Folgebehandlung nach der Zahnspange

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Retention bis zu zwei Jahre lang nach dem Ende der aktiven Behandlung.
  • Wie lange diese Stabilisierung nötig ist, hängt vom Einzelfall ab. Teilweise wird sie lebenslang empfohlen.
  • Bei einem Engstand in der Unterkieferfront wird ein festsitzender Retainer von den Kassen bezahlt.
Zahnarzt schaut sich ein Röntgenbild vom einem Gebiss an
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Warum ist ein Retainer nötig?

Nach der eigentlichen Zahnspangen-Behandlung schließt sich eine Nachbehandlung an, die das Ergebnis stabilisiert und die Zähne in der neuen, gewünschten Position hält. Das nennt man "Retention". Ein festsitzender Retainer ist ein feiner Draht, der auf die Innenseite der Zähne geklebt wird. Ein herausnehmbarer Retainer ähnelt einer klassischen Zahnspange und wird meist nachts getragen. Diese Folgebehandlung gehört fest zur kieferorthopädischen Therapie. Wie lange sie dauert, ist unterschiedlich und kann auch von der Intensität der erfolgten Zahnbewegungen abhängen. Laut Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung bleibt die Rückfallneigung manchmal lebenslang bestehen, so dass teilweise eine permanente, also lebenslange Stabilisierung empfohlen wird.

Trägt die Kasse die Kosten für die Folgebehandlung?

Die Kosten für eine Retention tragen die gesetzlichen Krankenkassen bis zu zwei Jahre lang nach dem Ende der aktiven Behandlung.

Gerechnet wird ab dem Ende des Kalenderquartales, für das die letzte Abschlagszahlung geleistet worden ist – in der Regel erfolgt die Retention also vom 13. bis zum 20. Behandlungsquartal. Meist werden herausnehmbare Retainer verwendet.

Ein festsitzender Retainer ist bei einer Kontaktpunktabweichung an den Frontzähnen im Unterkiefer eine Kassenleistung (KIG-Einstufung mit Behandlungsbedarfsgrad E3 und E4), ansonsten ist der Retainer eine Privatleistung.

Eine längere Stabilisierungsphase als zwei Jahre müssen gesetzlich Versicherte selbst bezahlen. Auch mögliche Neuanfertigungen von Retentionsgeräten gehören nach dem Abschluss der regulären Behandlung nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Diese Maßnahmen ("Langzeitretention") stellen Zahnärzte als Privatleistung in Rechnung.

Folgebehandlung frühzeitig beenden?

Während der Phase, in der die Retentionszeit Kassenleistung ist (maximal zwei Jahre nach Ende der aktiven Behandlungsphase), bekommen gesetzlich Versicherte die Retainer und auch nötige Reparaturen im gesetzlich vorgesehenen Rahmen bezahlt. Ein vorzeitiges Ende der Retentionsphase sollten Patienten nicht anstreben, auch wenn dann die geleisteten Eigenanteile früher erstattet werden. Denn das Ende der Retentionsphase innerhalb einer Kassenbehandlung ist auch das Ende der Behandlung – und damit enden auch die Ansprüche gegenüber der Krankenkasse. Sollten danach noch Maßnahmen notwendig sein, müssen diese selbst bezahlt werden.

 

Mehr zum Thema:


Häufige Zahnfehlstellungen - Informationen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV)

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz BMJV