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Termine in Zeiten der Corona-Pandemie

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Zahnarztpraxen gehören als Einrichtungen des Gesundheitswesens zu den Stellen, die weiterhin geöffnet sind. Tatsächlich aber kann es für Patienten derzeit schwierig sein, Termine zu bekommen. Denn Zahnärzte sehen sich und ihr Personal besonderen Gefahren ausgesetzt, da ein enger Kontakt zum Patienten besteht und sich das Coronavirus nicht nur in der Lunge, sondern auch im Rachen vermehrt. Deshalb werden Vorsorgeuntersuchungen und Professionelle Zahnreinigungen etc. meist verschoben.

Zahnarzt Behandlung
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Im Notfall müssen Zahnärzte dennoch behandeln. Es besteht eine berufsrechtliche Verpflichtung zur Notfallbehandlung. Zudem darf ein Zahnarzt mit Kassenzulassung die Behandlung eines Versicherten nur in begründeten Fällen ablehnen.

Patienten ohne besondere Infektionsrisiken sollten mit ihrer Zahnarztpraxis klären, ob eine geplante Behandlung erforderlich ist oder aufgeschoben werden kann. Im Zweifel können hier die Beratungsstellen der Zahnärzteschaft weiterhelfen.

Hausbesuche bei beeinträchtigten Patienten oder in Pflegeheimen sollen Zahnärzte während der Corona-Epidemie streng auf Akut- und Notfallbehandlungen beschränken.

Wer Symptome einer akuten Atemwegserkrankung spürt (Schnupfen, Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden), sollte sich - soweit kein akuter Notfall vorliegt - erst nach Abklingen der Erkrankung um einen Behandlungstermin bemühen.

Für Patienten mit akuten zahnmedizinischen Notfällen, die an Covid-19 erkrankt sind, haben die Kassenzahnätzlichen Vereinigungen in den Bundesländern 170 Behandlungszentren eingerichtet, die ausschließlich für die akute Notfallbehandlung von Patienten vorgesehen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder bei denen ein entsprechender Verdacht besteht. Betroffene wenden sich telefonisch an ihren Hauszahnarzt oder an den jeweiligen zahnärtzlichen Notdienst und werden dann an eine der zuständigen Schwerpunktpraxen verwiesen.

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz BMJV