Termine in Zeiten der Corona-Pandemie

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In Zahnarztpraxen sind die Corona-bedingten Einschränkungen weitgehend zurückgefahren worden. Behandlungen und Zahnreinigungen sind in der Regel wieder in vollem Umfang möglich.

Zahnarzt Behandlung
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Für Privatversicherte und teilweise auch für Kassenpatienten wird jedoch zusätzlich eine Corona-Hygiene-Pauschale von 6,19 Euro pro Sitzung erhoben. Das hat die Zahnärzteschaft mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung vereinbart - nun befristet bis zum 31. Dezember 2020. Voraussetzung für die Berechnung ist eine Privatleistung.

Die Regelung gilt teilweise auch für gesetzlich Versicherte, nämlich dann, wenn sie eine Privatleistung in Anspruch nehmen und genau für diese Leistung eine private Zusatzversicherung haben. Wird der erhöhte Hygieneaufwand jedoch von der gesetzlichen Gebührenordnung abgedeckt, ist eine Doppelabrechnung untersagt. Patienten sollten deshalb vor einer Behandlung eine präzise Aufklärung dazu einfordern und gegebenenfalls bei ihrer Krankenversicherung nachfragen. Auf der Rechnung wird die Zusatzgebühr ausgewiesen als "3010a analog – erhöhter Hygieneaufwand".

Wer Symptome einer akuten Atemwegserkrankung spürt (Schnupfen, Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden), sollte sich - soweit kein akuter Notfall vorliegt - erst nach Abklingen der Erkrankung um einen Behandlungstermin bemühen.

Für Patienten mit akuten zahnmedizinischen Notfällen, die an Covid-19 erkrankt sind, haben die Kassenzahnätzlichen Vereinigungen in den Bundesländern 170 Behandlungszentren eingerichtet. Diese Zentren sind ausschließlich für die akute Notfallbehandlung von Patienten vorgesehen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder bei denen ein entsprechender Verdacht besteht. Betroffene wenden sich telefonisch an ihren Hauszahnarzt oder an den jeweiligen zahnärztlichen Notdienst und werden dann an eine der zuständigen Schwerpunktpraxen verwiesen.

Hausbesuche, etwa bei beeinträchtigten Patienten oder in Pflegeheimen, sollen Zahnärzte während der Corona-Epidemie auf Akut- und Notfallbehandlungen beschränken.

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz BMJV