Termine in Zeiten der Corona-Pandemie

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In Zahnarztpraxen gelten strenge Hygienevorschriften, die im Rahmen der Corona-Pandemie verschärft wurden. Behandlungen und Zahnreinigungen sind in der Regel in vollem Umfang möglich.

Zahnarzt Behandlung
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Beim Zahnarzt kommen Sie und Ihr Arzt sich sehr nah. Deshalb müssen Zahnärzt:innen und ihre Mitarbeiter:innen  zusätzlich zu Mundschutz und Handschuhen auch Schutzbrillen tragen. Das geht aus dem Leitfaden zum Risikomanagement hervor. Zudem sind Wartezimmer und Terminplanungen auf Abstand eingerichtet.

Für Privatversicherte und teilweise auch für Kassenpatienten wird jedoch zusätzlich eine Corona-Hygiene-Pauschale von 6,19 Euro pro Sitzung erhoben. Das hat die Zahnärzteschaft mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung vereinbart. Die ursprünglich bis zum 30. September 2021 befristete Regelung wurde erneut um drei Monate verlängert und gilt nun bis zum 31. Dezember 2021.

Die Regelung gilt teilweise auch für gesetzlich Versicherte, nämlich dann, wenn sie eine Privatleistung in Anspruch nehmen und genau für diese Leistung eine private Zusatzversicherung haben. Wird der erhöhte Hygieneaufwand jedoch von der gesetzlichen Gebührenordnung abgedeckt, ist eine Doppelabrechnung untersagt. Sie sollten sich deshalb vor einer Behandlung genau aufklären lassen und gegebenenfalls bei ihrer Krankenversicherung nachfragen. Ausgewiesen wird die Zusatzgebühr auf Ihrer Rechnung als "3010a analog – erhöhter Hygieneaufwand". Der erhöhte Hygieneaufwand kann dann nicht gleichzeitig mit einem Steigerungsfaktor berechnet werden.

Sie spüren Symptome einer akuten Atemwegserkrankung wie Schnupfen, Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden? Oder sie sind nachweislich an Covid-19 erkrankt?  Dann sollten Sie sich - soweit kein akuter zahnärztlicher Notfall vorliegt - erst nach Abklingen der Erkrankung um einen Behandlungstermin bemühen.

Sind Sie ein an Covid-19 erkrankt und ein akut zahnmedizinischer Notfall, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hauszahnarzt oder an den jeweiligen zahnärztlichen Notdienst. Sie werden dann an eine der zuständigen Schwerpunktpraxen verwiesen.

Menschen mit Pflegebedarf können sich in enger Absprache mit den Einrichtungsleitungen nicht nur in Notfallsituationen, sondern auch wieder regulär zahnmedizinisch behandeln lassen.

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz BMJV