Termine in Zeiten der Corona-Pandemie

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In Zahnarztpraxen gelten stets strenge Hygienevorschriften, die im Rahmen der Corona-Pandemie verschärft wurden. Behandlungen und Zahnreinigungen sind in der Regel in vollem Umfang möglich.

Zahnarzt Behandlung
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Beim Zahnarzt kommen sich Patienten und Behandler sehr nah. Deshalb sind in einem Leitfaden zum Risikomangement zusätzlich zu Mundschutz und Handschuhen auch Schutzbrillen für Zahnärztinnen, Zahnärzte und ihr Fachpersonal vorgesehen. Für Patienten sind wie bei anderen Ärzten die Wartezimmer und die Terminplanungen auf Abstand eingerichtet.

Für Privatversicherte und teilweise auch für Kassenpatienten wird jedoch zusätzlich eine Corona-Hygiene-Pauschale von 6,19 Euro pro Sitzung erhoben. Das hat die Zahnärzteschaft mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung vereinbart - nun verlängert bis zum 30. Juni 2021. Voraussetzung für die Berechnung ist eine Privatleistung.

Die Regelung gilt teilweise auch für gesetzlich Versicherte, nämlich dann, wenn sie eine Privatleistung in Anspruch nehmen und genau für diese Leistung eine private Zusatzversicherung haben. Wird der erhöhte Hygieneaufwand jedoch von der gesetzlichen Gebührenordnung abgedeckt, ist eine Doppelabrechnung untersagt. Patienten sollten deshalb vor einer Behandlung eine präzise Aufklärung dazu einfordern und gegebenenfalls bei ihrer Krankenversicherung nachfragen. Auf der Rechnung wird die Zusatzgebühr ausgewiesen als "3010a analog – erhöhter Hygieneaufwand". Dementsprechend kann ein erhöhter Hygieneaufwand dann nicht gleichzeitig mit einem Steigerungsfaktor berechnet werden.

Wer Symptome einer akuten Atemwegserkrankung spürt (Schnupfen, Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden), sollte sich - soweit kein akuter Notfall vorliegt - erst nach Abklingen der Erkrankung um einen Behandlungstermin bemühen.

Für Patienten mit akuten zahnmedizinischen Notfällen, die an Covid-19 erkrankt sind, haben die Kassenzahnätzlichen Vereinigungen in den Bundesländern Behandlungszentren eingerichtet. Diese Zentren sind ausschließlich für die akute Notfallbehandlung von Patienten vorgesehen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder bei denen ein entsprechender Verdacht besteht. Betroffene wenden sich telefonisch an ihren Hauszahnarzt oder an den jeweiligen zahnärztlichen Notdienst und werden dann an eine der zuständigen Schwerpunktpraxen verwiesen.

Hausbesuche, etwa bei beeinträchtigten Patienten oder in Pflegeheimen, sollen Zahnärzte während der Corona-Epidemie auf Akut- und Notfallbehandlungen beschränken.

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz BMJV